Zahnfleischentzündung / Parodontitis-Behandlung mit Plasma sinnvoll?

Bei Parodontitis-Behandlung (Zahnfleischentzündung) mit Plasma setzen wir je nach Einsatzgebiet unterschiedliche Sonden ein. Diese Sonden werden in einen Plasmagenerator eingesetzt und sind mit einem Edelgas gefüllt. Durch elektrische Aktivierung des Gases wird an der Sondenspitze ein sehr kleines elektrisches Feld erzeugt.

Wenn wir dieses Feld in die Nähe Ihrer Körperzellen bringen, bildet sich in den oberen Zellschicht Ozon. Dieses Ozon wird aus Sauerstoff aufgespalten und sorgt bei Ihnen für einen antibakteriellen Effekt.

99,9% der Bakterien sterben ab

Ihre körpereigene Zellen werden dadurch geschont und es treten keine Nebenwirkungen auf. Anwendung findet die Plasma-Behandlung hauptsächlich bei lang anhaltenden und aggressiven Parodontose-Erkrankungen.

Eine Zahnfleischentzündung sollten Sie Ihrem Körper und Ihren Zähnen nicht antun!

Im Laufe des Lebens erkranken bis zu 80% von uns an einer Zahnfleischentzündung. Sie kennen die Erkrankung vielleicht eher unter der Bezeichnung Parodontose.

Mit einer oberflächlichen Zahnfleischentzündung fängt es meist unbemerkt an. Mit der Zeit dehnt sich die Entzündung bis zum Kieferknochen aus und gefährdet die Zähne und den ganzen Körper!

Sie merken die Entzündung erst nicht

Schmerzen sind meist selten, können aber auftreten, wenn Ihr Zahnfleisch zusätzlich auch noch geschwollen oder der Kieferknochen der Zähne stark entzündet ist.

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Dr. Astrid Klocke, Dr. Daniel Lohmann, Dr. Esther Lowden

Das Team der Zahnfleisch-Spezialisten hilft Ihnen bei Zahnfleischproblemen

Ohne zielgerichtete Therapie und erfolgreiche Behandlung verlieren Ihre betroffenen Zähne kontinuierlich an Halt, lockern sich, fallen aus, oder müssen entfernt werden.

Lassen Sie es nicht so weit kommen.

Bei der Zahnfleischentzündung handelt es sich meist um eine bakterielle verursachte Entzündung. Aus diesem Grund sind desinfizierende und entzündungshemmende Medikamente angezeigt. Desinfizierend wirkt zum Beispiel Chlorhexamed 0,12% bis 0,2%. Diese Lösung kann im Mund ca. 1 Minute gespült werden.

Chlorhexamed 0,12% bis 0,2%, Salviathymol, Meridol oder Listerine

Effektiv ist auch die lokale Applikation mit Chlorhexamed Lösung auf die entzündete Stelle. Dies kann mit einem Zwischenraumbürstchen oder mit einem Wattestäbchen erfolgen und sollte über mehrere Tage wiederholt werden. Verursacht die Anwendung von Chlorhexamed auf dem entzündeten Bereich ein starkes brennen, dann sollte in jedem Fall ein Spezialist aufgesucht werden. Auch Lösungen wie Meridol (mit Zinn-Flourid) oder Listerine wirken in gewisser Weise desinfizierend.

Beruhigend wirken Kamille oder Tinkturen wie Salviathymol. Auch diese können am sinnvollsten mehrfach lokal auf die entzündete Stelle aufgetragen werden.

In der Apotheke erhalten Sie rezeptfrei viele wirksame Medikamente. Diese sind zum Beispiel Salviathymol oder chlorhexidinhaltige Spüllösungen. Auch Cremes auf Aloevera Basis können die entzündete Stelle etwas abdecken und damit zur Linderung führen.

Rezeptfreie Medikamente gegen Zahnfleischentzündung können normalerweise bedenkenlos auch in der Schwangerschaft angewandt werden. Zahnfleischentzündungen werden in der Schwangerschaft häufig durch die veränderte Hormonsituation begünstigt.

Wenn die Entzündungen daher mehr als nur ein paar Tage anhalten, sollte unbedingt ein Spezialist (Fachzahnarzt für Parodontologie) aufgesucht werden.

Zahnfleischentzündungen müssen möglichst frühzeitig behandelt werden.

Die internationalen Studien sind mittlerweile sicher, dass eine anhaltende Zahnfleischentzündung und Parodontose ein Grund für eine Frühgeburt sein können.

Es gibt keine Medikamente, die eine Zahnfleischentzündung primär erzeugen. Sind jedoch unentdeckte Entzündungen im Mundbereich vorhanden, so können verschiedene Medikamente die Abwehrreaktion des Körpers so verändern, dass die Entzündung deutlich intensiver ausfällt.

Eine häufige Nebenwirkung einiger Blutdruckmedikamente ist eine Wucherung des Zahnfleisches. Hierdurch werden die Reinigungsmöglichkeiten de Zähne deutlich behindert, wodurch es zu einer noch stärkeren Entzündung des Zahnfleisches durch mehr Bakterien kommen kann. Ein Abklärung durch einen Spezialisten ist bei unklarer Zahnfleischentzündung unbedingt zu empfehlen.

Obwohl eine Zahnfleischentzündung meist und lange ohne besondere Beschwerden vorliegt, kann es dennoch auch schmerzhafte Phasen geben. Als Schmerzmittel der ersten Wahl ist Ibuprofen 200 – 400 mg anzusehen. Es gibt eine große Zahl von Schmerzmitteln, die auf der Basis von Ibuprofen in der Apotheke rezeptfrei erhältlich sind.

Alternativ kann auch Paracetamol 500 mg eingenommen werden. Gerade wenn die Schmerzen schon so stark sind, dass Medikamente eingenommen werden müssen, sollte man den Zahnarzt oder Parodontologen zeitnah aufsuchen.

Beachten Sie aber die maximale Tagesdosis, sollten sie die Schmerzmittel mehrmals pro Tag einnehmen müssen. Bei eingeschränkter Nierenfunktion klären Sie die Einnahme von Ibuprofen auch mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Aufgrund der blutverdünnenden Wirkung von aspirin-haltigen Medikamenten, empfiehlt sich diese Einnahme nicht.

Liegt auch eine Schwellung vor, dann kann eine Schmerzlinderung oft durch leichtes Kühlen von außen versucht werden.

Welche Folgen hat es, wenn die Wurzeln eines Baumes krank sind oder der Boden schlecht?

Der ganze Baum kränkelt oder stirbt sogar ab. Letztlich fällt er um oder wird mit der Motorsäge gefällt.

Zahnfleischentzündung schädigt die Wurzeln der Zähne

Was passiert mit Ihren Zähnen, wenn das Zahnfleisch und die Wurzeln krank sind? Genau das gleiche wie bei den Bäumen, die Zähne werden locker, krank und letztlich würden sie ausfallen.

Zahnärzte sind heute technisch und handwerklich sehr geschickt im Reparieren und Ersetzen von defekter Zahnsubstanz.

Aber was nützt uns dies, wenn Ihr Zahnfleisch und damit Ihre Wurzeln krank sind ?

Für uns war es nach dem Studium immer ein ganz besonderes Anliegen das Zahnfleisch gesund und optisch schön zu erhalten.

Aus diesem Grunde haben wir nach dem Zahnmedizinstudium eine intensive Weiterbildung auf dem Gebiet der Parodontologie (Zahnbetterkrankungen) absolviert und diese nach drei Jahren mit einer Fachzahnarztprüfung vor der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe erfolgreich abgeschlossen.

Zahnfleischentzündung ist heilbar

Zahnfleischentzündung Behandlung

Das Fachgebiet rund um Veränderungen sowie Behandlung von Zahnfleisch und Kieferknochen hat sich in den letzten 25 Jahren extrem vergrößert.

Noch in unserer Ausbildungszeit haben wir gemerkt, wie wichtig dieser Bereich der Zahnmedizin für uns Zahnärzte ist. Daraufhin haben wir uns als eine der ersten Praxen in ganz Deutschland auf die Behandlung von Zahnfleischentzündung spezialisiert.

Wir bieten somit allen Menschen und Zahnärzten eine Anlaufstelle für “Problemfälle rund ums Zahnfleisch und Kieferknochen”. Ein gut strukturiertes, erfahrenes Team von Spezialisten, dass Ihnen bei Zahnfleischentzündung und -rückgang erfolgreich hilft.

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Zahnfleischentzündung - was ist das?

Bakterien sind überall und gerade in unserem Mundraum befinden sich ganz viele Arten von Ihnen. Zum Problem wird es für uns, wenn es bestimmten Arten von Bakterien gelingt sich übermäßig zu vermehren und damit zu viele Ausscheidungsprodukte produziert werden.

Effektive Zahnpflege

Wir versuchen alle auf individuelle Weise unsere Zähne zu reinigen, um somit die Bakterien und die Nahrungsreste zu beseitigen. Leider sind wir nicht so effektiv, wie wir glauben und uns die Industrie mit ihren Produkten glauben lassen möchte! Es bleiben also trotz aller Bemühungen Nahrungs- und Bakterienreste vorhanden, die zunächst die Zahnfleischentzündung hervorrufen.

Viele Bakterien produzieren auch viele Ausscheidungsprodukte und damit viel “Müll”.

Da dieser “Müll” in direktem Kontakt mit Ihrem Zahnfleisch steht, wird es so stark gereizt, dass Ihre Körperabwehr darauf aufmerksam wird. Ihr Körper schickt somit Abwehrzellen an die gereizte Zahnfleischstelle und versucht den Schaden zu reparieren.

Leider vergeblich, denn Ihr Körper ist selbst nicht in der Lage die Bakterien von der Zahnoberfläche zu entfernen. Dadurch entsteht eine ständige Wechselwirkung zwischen Bakterien und Körperabwehr. Eine chronische Entzündung liegt vor.

Keine Schmerzen

Schmerzen bei Zahnfleischentzündung sind meist selten, können aber auftreten, wenn aus der chronischen Entzündung zeitweise auch wieder eine akute wird. In diesem Fall spürt man oft eine Schwellung des Zahnfleisches.

Medikamente und Rauchen

Die Art, wie Ihr Körper und damit Ihr Immunsystem auf den  bakteriellen Angriff reagiert wird aber auch durch viele weitere Dinge beeinflusst. Die Einnahme bestimmter Medikamente kann die Zahnfleischentzündung verstärken. Rauchen (= Nikotin) sorgt für eine deutlich schlechtere Durchblutung des Zahnfleisches. Ihre Körperabwehr wird zusätzlich gehemmt und Sie werden durch weniger Zahnfleischbluten noch weniger auf das Problem aufmerksam gemacht.

Entwicklung einer Zahnfleischentzündung
Die Hauptaufgabe des Zahnfleisches ist die Abdichtung des Zahnes und des Kieferknochens gegenüber der Mundhöhle. Mit einer kleinen Sonde kann sehr leicht der Gesundheitszustand überprüft und vermessen werden.Bestimmt wird dabei die „Taschentiefe“ und die Tatsache ob durch die Messung eine Blutung oder das Vorhandensein von Eiter feststellbar ist. Alle Werte werden in einem speziellen Schema notiert und sind somit auch später vergleichbar.

Wie wird eine Zahnfleischentzündung behandelt?

Neben der Zahnpflege zu Hause sollten Sie regelmäßig eine professionelle Reinigung und eine parodontologische Befundung ihrer Zähne durchführen lassen. Entweder beim Fachzahnarzt für Parodontologie also Zahnfleisch-Spezialisten oder Ihrem Zahnarzt.

Wir sehen hierbei folgende Inhalte als sehr wichtig an:

  1. Messung Ihrer Zahnfleischtaschentiefen, damit mögliche Bakterienverstecke entdeckt werden.
  2. Anfärben der bakterielle Beläge um den Erfolg beim Zähneputzen festzustellen und Verbesserungen aufzuzeigen.
  3. Kontrolle und eventuell Reinigung und Glättung der Zahnzwischenräume durch spezielle Mikroinstrumente.
  4. Reinigung und Politur aller Zahnflächen.
  5. Versiegelung der frisch gereinigten Zähne.

Welchen Aufwand eine professionelle Reinigung Ihrer Zähne hat hängt von vielen Faktoren ab. Ganz besonders vom Ausmaß der Entzündung und natürlich von der Anzahl Ihrer Zähne.

Behandlungen alle drei bis sechs Monate

Damit die Entzündung möglichst nicht wieder kommt ist eine Wiederholung der professionellen Behandlung notwendig. Der Abstand zwischen den Behandlungen liegt zwischen drei bis sechs Monaten. Wir beraten Sie individuell, welche Maßnahmen wie häufig für Sie sinnvoll ist.

Große Bedeutung bei der Entstehung der Zahnfleischentzündung kommt auch Ihrer Ernährung zu.

Zahnfleischbluten

Zahnfleischbluten muss nicht sein.

Und ist zu 99% das Zeichen für eine bakteriell verursachte Entzündung des Zahnfleisches welches eigentlich die Zahnwurzel und den Kieferknochen schützen soll..

Im Rahmen einer Schwangerschaft kann sich durch die hormonelle Veränderung eine leichte oft unbemerkte Zahnfleischentzündung deutlich verschlimmern.

Auch viele Medikamente zur Blutdruckbehandlung haben einen verstärkenden Effekt auf Zahnfleischentzündungen. Diese durch Medikamente ausgelösten Nebenwirkungen führen oft auch zu einer Gewebevergrößerung. Die von den betroffenen als dickes Zahnfleisch in den Zahnzwischenräume sichtbar wahrgenommen wird.

Was können Sie bei einer Zahnfleischentzündung tun?

Zunächst ist eine zweimal tägliche gründliche Reinigung der Zähne unabdingbar. Lieder ist die Zahnpflege mit einer Hand- oder elektrischen Zahnbürste alleine nicht ausreichend. Die Reinigung der Zahnzwischenräume ist sehr wichtig.

Mundduschen schaffen die Reinigung der Zahnzwischenräume nicht ausreichend

Gerade im Zahnzwischenraum ist die Pflege für jeden Menschen selbst schwierig und mühselig, sei es mit Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen. Sollten Sie die Anwendung einer Munddusche bislang bevorzugt haben, können wir hierzu nicht als Ersatz für Zahnseide oder Bürstchen raten.

Zahnpflege alleine reicht meist nicht aus

Zahnfleischbluten werden Sie meist nur unregelmäßig beim Zähneputzen feststellen. Am ehesten wird es bei der Reinigung der Zahnzwischenräume auftreten. Oder wenn sich die Entzündung lokal verschlimmert hat.

Selbst wenn Sie durch eine deutlich intensivere Reinigung meinen die Zahnfleischentzündung wieder beseitigt zu haben, empfiehlt sich doch eine Überprüfung Ihres Zahnfleisches durch einen Spezialisten. Eine Zahnfleischentzündung hat sich über die Zeit meist schon viel tiefer unter Ihr Zahnfleisch gearbeitet.

Wir empfehlen eine Überprüfung der Zahnfleischdichtung

Wir können messtechnisch sicher und einfach feststellen, ob die Zahnfleischdichtung noch gesund ist oder ob sich Bakterien bereits tiefer unter Ihrem Zahnfleisch befinden.

Ihnen sind vielleicht auch schon die verschiedensten Hausmittel zur Behandlung der Zahnfleischentzündung genannt worden. Der wichtigste Tipp für gesundes Zahnfleisch ist und bleibt eine sehr gründliche Zahnpflege. Mundwässer diverser Hersteller können begleitend die Abtötung von Bakterien begünstigen. Leider wirken sie nicht in bereits vorhandenen Zahnfleischtaschen.

Parodontose / Parodontitis

Die Zahnfleischentzündung ist meist der Anfang, ein Knochenabbau (= Parodontitis) leider die Folge

Die Hauptaufgabe des Zahnfleisch ist es den Körper vor dem Eindringen von Bakterien in den Kieferknochen zu schützen. Bleibt die chronische Zahnfleischentzündung durch die vorhandenen bakteriellen Auflagerungen auf der Zahnwurzel bestehen, wird der Körper auf anderem Wege versuchen sich zu schützen. Er baut kurzerhand den Kieferknochen ab und zieht sich so von der Bakterien zurück.

Zahnverlust droht

Leider folgen die Bakterien auf der Wurzel dem zurückgehenden Knochen und somit endet das ganze irgendwann im Verlust bzw. dem Ausfallen des oder der Zähne. Oft kommen Zahnärzte der Natur zuvor und entfernen diese. Vielleicht noch gefährlicher als der zukünftige Verlust von Zähnen ist aber der ständige Angriff der Bakterien auf das Zahnfleisch.

Gefäßerkrankungen werden gefördert

Nachweislich kommt es immer wieder auch zum Eindringen von Bakterien ins Gewebe und damit auch zur Verschleppung in die Blutbahn. Gefäßerkrankungen werden so schleichend gefördert!

„Parodontitistherapie dient der Beseitigung des bakteriellen Biofilm“

Eine Zahnfleischuntersuchung ist schmerzfrei

Das Vorliegen und der Schweregrad einer solchen Erkrankung kann mit geeigneten Mess-Sonden sehr einfach ermittelt werden. Werden immer noch keine entsprechenden Gegenmaßnahmen in Form von intensiver mechanischer Bakterienentfernung (Parodontitistherapie) durchgeführt, schreitet der Knochenabbau immer weiter voran, bis langsam aber sicher der Zahn locker wird.

Unbehandelt führt eine Parodontitis immer irgendwann zum Zahnverlust.

Röntgenbild Zahnwurzeln und Zahnfleisch

In der Regel sind die Zähne unterschiedlich stark von der bakteriellen Entzündung befallen. Ist der erste Zahn bereits verloren gegangen, dann reift die Erkrankung an den nächsten Zähnen langsam und steigt weiter voran, bis auch diese das Stadium der Lockerung sowie des Zahnverlustes erleiden.

„Zahnverlust durch Parodontitis muss nicht sein!“

Die Parodontitis-Therapie dient der Beseitigung des bakteriellen Biofilm, welcher auf der Wurzeloberfläche sitzt und somit der langfristigen Stabilität des Zahnhaltapparates.

Sie sollten auch eine aktive Rolle bei der Behandlung spielen. Ihre Aufgabe ist es eine gründliche Mundhygiene zu erlernen ebenfalls zu praktizieren. Damit vermeiden bzw. reduzieren Sie eine langfristige Neubesiedlung der Wurzeloberfläche durch Parodontitis-Bakterien.

Der Parodontologe (Fachzahnarzt) ebenso seine Mitarbeiter/innen entscheiden, welche mundhygienischen Hilfsmittel für Sie geeignet sind und demonstriert Ihnen diese.

Behandlung

Bei der Beseitigung des bakteriellen Biofilms verwenden wir heute modernste Instrumente womit wir den bakteriellen Biofilm sehr effizient reduzieren können. Auf chirurgische Behandlungen verzichten wir zunächst einmal komplett..

Welche Therapie bei Zahnfleischerkrankungen?

Vor jeder Therapie steht zunächst eine umfassende Befundung und Diagnosestellung. Die am häufigsten auftretenden Zahnfleischerkrankungen sind die Zahnfleischentzündung (Gingivitis) oder die Parodontitis (Parodontose). Diese hat bereits zu einem Abbau des Kieferknochens geführt.

Beide Erkrankungen werden primär durch Bakterien hervorgerufen und daher ist unsere aktive Therapie auch die Entfernung der Bakterien von möglichst allen Wurzel- und Zahnflächen.

Neben den Bakterien an sich gibt es jedoch eine Vielzahl weiterer Gründe, die dafür sorgen, dass sich Ihr Zahnfleisch so stark entzündet. Diese Gründe können sein:

  • genetischen Vorbelastung (Eltern, Großeltern)
  • Stress
  • Zahnstellung (schiefe Zähne ?)
  • Nikotinkonsum
  • Ernährung
  • Medikamente
  • andere Erkrankungen (Diabetes mellitus, HIV, …)
  • eigene Mundhygiene (Häufigkeit, Gründlichkeit)

Erst wenn wir möglichst alle Umstände Ihrer Erkrankung kennen, können wir besser verstehen, warum es den Bakterien bei Ihnen gelingt soviel Schaden anzurichten.

Nach der genauen Untersuchung beginnt unsere aktive Behandlung, um damit einen Überblick über Ihre Mundhygienesituation zu bekommen. Hierfür färben wir Bakterienbeläge mit einer Lösung an. Die meisten Beläge sind aufgrund ihrer Beschaffenheit ohne Anfärbung fürs menschliche Auge unsichtbar.

Hilfsmittel zur effektiven Zahnreinigung

Wir probieren dann gemeinsam aus, mit welchen Hilfsmitteln Sie zukünftig Ihre Zähne effektiver reinigen können. Gerade bei eng stehenden Zähnen oder vielen vorhandenen Füllungen und Zahnersatz wie Kronen und Brücken ist eine Pflege schwierig und ein paar Tricks müssen her. Eine Reinigung und Entfernung der zunächst bis zum Zahnfleischrand vorhandenen Beläge erfolgt ebenfalls.

In Fällen wo die Erkrankung bereits sehr weit fortgeschritten ist und viele Begleitgründe vorliegen, führen wir mikrobiologische Testungen durch. Mit diesen Testungen lassen wir untersuchen, ob bestimmte aggressive Bakterien vorliegen und in welcher Menge. Bei dem entsprechenden Nachweis der Bakterien setzen wir im Rahmen der weiteren Behandlung oft auch Antibiotika begleitend ein.

Nach dieser Vorbehandlungsphase erfolgt die eigentliche Parodontitisbehandlung (Parodontosebehandlung).

Nach vorheriger Betäubung von Zahn und Zahnfleisch reinigen wir die Zahnwurzeln. Die Wurzeloberfläche erreichen wir dabei sehr einfach über die vorhandenen Zahnfleischtasche. Ein chirurgisches Eröffnen ist dabei primär gar nicht notwendig. Da das Taubheitsgefühl aufgrund der Anästhesiespritze schon noch ein paar Stunden anhalten kann, teilen wir die Behandlung meist auf zwei Sitzungen auf und führen diese möglichst innerhalb von 2-3 Tagen durch. So gelingt es uns Ihren kompletten Mundraum sanft, schnell und effektiv von den lästigen Bakterien zu befreien.

Sie erhalten anschließend hilfreiche Tipps für die erste Zeit nach der Behandlung und einen Folgetermin.

Begleitende Maßnahmen wie die Einnahme von Antibiotika, sei es per Tablette oder als lokales Gel, oder auch eine Softlasertherapie (photodynamische Therapie pdT) oder Plasmatherapie erfolgen bei uns grundsätzlich erst nach der Reinigung der Wurzeloberflächen.

In der Regel führen wir nach ca. 3 Monaten eine erneute, genaue Untersuchung des Zahnfleisches und eine professionelle Reinigung der Zähne und erreichbaren Wurzelflächen durch. So können wir erkennen, wo und wie erfolgreich unsere bisherige Behandlung bei Ihnen war.

Bakterien sind prinzipiell aus keinem Mundraum dauerhaft zu entfernen.

Problematisch wird es für uns Menschen nur, wenn sich die Bakterien in Nischen ungehindert vermehren und anpassen können. Die Wurzeloberfläche in einer Zahnfleischtasche ist daher die ideale Nische für Bakterien. Unser Ziel muss es daher sein, gemeinsam mit Ihnen regelmäßig zu schauen, ob sich wieder Nischen bilden oder nicht.

Diese regelmäßige Nachsorge wird unterstützende Parodontitistherapie (UPT) genannt und in einem Abstand von 3 – 6 Monaten durchgeführt.

Stellen wir im Rahmen der unterstützenden Parodontitistherapie (UPT) fest, dass in einer oder mehreren Zahnfleischtaschen immer wieder Entzündungen auftreten (Blutung oder Eiter bei der Untersuchung), so können wir hier gemeinsam entscheiden ob vielleicht punktuell ein kleiner chirurgischer  Eingriff oder andere lokale Maßnahmen weiterhelfen können. Da es sich hierbei um eine Vielzahl von Befunden und entsprechend auch um eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten gibt, können wir nur im Einzelfall mit Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten sondieren.

Sollten Sie die Verordnung von Antibiotika vermeiden wollen oder haben Sie nach der ersten Therapiephase noch Entzündungen, so kann der Einsatz einer Lasertherapie (pdT) oder der Plasmatherapie sinnvoll sein.

Laserbehandlung

Die von uns angewandte Laserbehandlung wird in der Fachsprache auch photodynamische Therapie (pdT) genannt. Bei diesem Verfahren arbeiten ein Laser mit einer Wellenlänge von 550 nm und ein blauer Farbstoff zusammen.

Der Farbstoff wird nach einer intensiven Reinigung von Wurzel- oder Implantatoberflächen in die Zahnfleischtasche eingebracht und bindet ausschließlich an negativ geladene Bakterienmembranzellen. Anschließend folgt die Beleuchtung mit dem Laserlicht und es bildet sich radikaler Sauerstoff O³. Dieser Sauerstoff ist so reaktiv, dass er Moleküle der Bakterienmembran angreift und somit zum Tod der Bakterienzelle führt.

Die photodynamische Therapie konnte sowohl am Patienten, wie auch unter Laborbedingungen eine Keimreduktion von > 99% nachweisen.

Eine Schädigung Ihres Zahnfleisches bleibt aufgrund der gleichpoligen Ladung des Farbstoffes komplett aus. Wir verwenden bereits seit 2006 das System der Fa. Helbo(R) (helbo.de), welches nicht zuletzt aufgrund einer Vielzahl weiterer hoch qualifizierter Anwender, die meisten Erfahrungen auf diesem Gebiet vorweisen kann. Das schwach energetische Laserlicht aktiviert auch die körpereigenen Zellen, so dass sich die Wundheilung ebenfalls verbessert.

Mundgesundheit und Ernährung

Die Hauptaufgabe unserer Zähne ist die Zerkleinerung der Nahrung. Wir wissen, dass viele der heutigen Krankheiten direkt mit unserer Ernährung im Zusammenhang stehen. Das beste Beispiel ist der Diabetes Typ II = Altersdiabetes. Die Ernährung hat aber auch einen Einfluss auf die Gesundheit unseres Zahnfleisches.

Geben Sie Ihren Zähne auch mal etwas zum Kauen.

Aus Sicht der Zähne ist unsere Nahrung seit vielen Jahrhunderten immer weicher. Vor allem durch unsere Zubereitungsarten (Kochen, Braten, Frittieren, …) werden unsere Speisen schon sehr weit aufgeschlüsselt. Hierdurch klebt die Masse schonmal deutlich besser an unseren Zähnen und auch die Bakterien haben sich auf das “neue” Nahrungsangebot eingestellt. “Böse” Bakterien können sich deutlich besser vermehren und dadurch die Entzündung erstmal in Gang bringen.

Zahnärzte und Forscher von der Uni Freiburg haben die verschiedensten weltweiten Forschungsergebnisse in Bezug auf Ernährung und Parodontitis einmal zusammengefaßt. Sie geben folgende Empfehlungen, die in vielen Punkten sicher nicht überraschen:

  1. Weniger einfache Kohlenhydrate und gesättigte Fettsäuren essen. Das bedeutet die Reduktion und Vermeidung von Zucker, Weißmehl wie in Weißbrot, Glukose- /Maissirup, Fruchtsäfte in erhöhter Menge, Frittierfette, also alles fett gebackene, Butter, Margarine, Fleisch besonders aus Massentierhaltung, Wurst, Sonnenblumenöl, Käse.
  2. Essen Sie statt dessen mehr Fisch, Leinöl, Nüsse und Samen, Obst und Gemüse wie Paprika, Grapefruits, Orangen, Erdbeeren, Kiwis und Blaubeeren, Beeren Präparate, Kurkuma, Kleie, Hülsenfrüchte, Salat, Spinat, Rote Beete und Kohl.
  3. Konkret bedeutet dies die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren, Magnesium, Vitamin C, D und B12 sowie mikro nährstoffreiche Nahrung.
  4. Geben Sie Ihren Zähne auch mal etwas zum Kauen wie rohes Gemüse (Paprika, Äpfel, Möhren) und Nüsse. Das Kausystem will auch gefordert werden.

Sofern bei Ihnen bereits eine Zahnfleischentzündung besteht, sollte diese entsprechend konsequent behandelt werden. Eine verbesserte Ernährung wird bei Ihnen dann nicht nur zu einem verbesserten Behandlungsergebnis führen. Sie verhelfen Ihren Zähnen, Ihrem Zahnfleisch und sicher Ihrem ganzen Körper, langfristig gesünder zu bleiben.

Weitere Leistungen

  • Zahnfleischrückgang / Rezessionen

    Wiederaufbau und Befestigung von Zahnfleisch

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  • Professionelle Zahnreinigung

    Maßnahmen zur Vermeidung von Karies, Parodontitis, Mundschleimhaut- sowie Kiefergelenkserkrankungen

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    Diagnostik und Therapie von Mundgeruch

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  • Jobs & Karriere bei den Zahnfleisch-Spezialisten

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