Zahnfleischrückgang, so behandelt man richtig!

Geht Ihr Zahnfleisch zurück?

Wir sagen Ihnen, was Sie bei Zahnfleischrückgang tun können um:

  • den Rückgang zu stoppen.
  • die optischen Probleme zu behandeln
  • verlorenes Zahnfleisch sogar wieder aufzubauen!

Ihr Zahnfleisch soll eigentlich die Zähne vor dem Eindringen von Bakterien und anderen Arten von Störungen schützen.

Geht Ihr Zahnfleisch zurück, kann der betroffene Zahn seinen Halt komplett verlieren.

Zahnfleischrückgang Animation
Lassen Sie es nicht soweit kommen!

Besonders die Anzahl junger Menschen mit sichtbarem Zahnfleischrückgang an einzelnen oder mehreren Zähnen wird immer größer und wird unbehandelt dauerhaft zu Problemen führen.

Aus diesem Grunde ist eine frühzeitige Diagnostik und Ursachenforschung wichtig.

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Zahnverlust vermeiden

Einen Verlust von Zähnen sollten Sie nicht riskieren und sich daher rechtzeitig über Behandlungsmöglichkeiten informieren. Es gibt Möglichkeiten, den Zahnfleischrückgang zu stoppen und oft kann der Rückgang komplett rückgängig gemacht werden.

Zahnfleischrückgang bedeutet, dass die Wurzeloberfläche eines oder mehrerer Ihrer Zähne sichtbar ist.

So ist der Zahn aufgebaut

Unsere Zähne bestehen aus einer mittelharten Masse, dem Dentin. Mittig eingeschlossen vom Dentin befindet sich der lebendige Kern der Zähne, die Pulpa oder auch als Zahnnerv bezeichnet. Der obere Teil des Zahnes ist mit der härtesten Substanz unseres Körpers überzogen, dem Zahnschmelz, der ähnlich wie Glas ist.

Wenn unsere Zähne fertig gebildet sind, schaut der Zahnschmelz größtenteils aus dem Zahnfleisch heraus. Das Dentin im Bereich der Wurzel ist mit vielen kleinen Fasern am Knochen verbunden und eigentlich zu weich und anfällig, um dauerhaft außerhalb des Zahnfleisches in die Mundhöhle zu schauen. Durch viele kleine Öffnungen auf der Wurzeloberfläche können sich Bakterien viel leichter dort festhaften und Karies sowie Verfärbungen verursachen.

Die Öffnungen sind wie kleine Kanäle, die meist bis zum Nerv ziehen und daher auch für die Empfindlichkeit vieler Zähne verantwortlich sind. Demnach sollten Ihre Zahnwurzeln optisch nicht sichtbar und das Zahnfleisch rund um Ihre Zähne in ausreichender Menge vorhanden sein.

Anatomisch zu kleine Kieferknochen

mit zu vielen Zahnanlagen (viele Zähne, kleiner Kiefer).

Der lokale und einseitige Zahnfleischrückgang hat überwiegend anatomische Ursachen. Wir nutzen unser Kausystem eigentlich kaum noch so, wie es von der Natur vorgesehen ist. Ausreichend langes Kauen unserer “modernen” Nahrung ist eigentlich nicht mehr nötig! Auf Grund dieser geringeren Kau-Nutzung haben sich unsere Kieferknochen über Generationen hinweg auch kontinuierlich verkleinert.

Da sich aber die Anzahl und Größe unserer Zähne nicht im gleichen Maße verkleinert hat, finden unsere Zähne nicht mehr genügend Platz im Kiefer-Knochen vor, um gerade und optimal ausgerichtet zu sein. In sehr vielen Fällen erfolgen daher mehrjährige kieferorthopädische Korrekturen oder der Zahnfehlstand wird einfach hingenommen.
Ein kleiner Kieferknochen hat aber auch eine geringere Menge von schützendem Zahnfleisch und daher sind die meisten Zähne gerade im äußeren Bereich nur sehr dünn mit Knochen und Zahnfleisch bedeckt.

Verletzungen

z.B. mittels Zahnbürste, Speisen oder anderen Gegenständen.

Verletzungen durch die Zahnbürste, durch Speisen oder durch Lippen- und Wangenbänder ziehen das Zahnfleisch punktuell sprichwörtlich zurück. Somit kommt es zum einen zur Freilegung der Wurzeloberflächen und oft auch schon zum Eindringen von Bakterien unter das Zahnfleisch.

Zahnfehlstellungen

Zähne stehen im Zahnbogen zu weit vor oder zurück, oder sogar außerhalb des Zahnbogens.

Zahnfleisch, welches den Zahn direkt umgibt hat ganz besondere Eigenschaften (keratinisierte Gingiva). Es ist von recht derber Beschaffenheit und verwächst mit der Wurzel- und der oberen Knochenoberfläche. Hierdurch ist es fast unbeweglich und bildet so eine richtige Dichtung, die verhindern soll, dass Bakterien zwischen Zahn und Zahnfleisch eindringen können.

Die Menge, die Dicke und die Breite dieses abdichtenden Zahnfleisches unterscheidet sich von Mensch zu Mensch und von der Mundregion (Oberkiefer hinten, Unterkiefer vorne).

Zu starke Lippen- oder Wangenbänder bzw. Narbenzüge

Bedingt durch z.B. Gesichts- oder nach Kieferoperationen.

In der Regel haben Menschen mit kleinen Kieferknochen auch sehr dünnes Zahnfleisch, welches sehr anfällig für einen Zahnfleischrückgang ist. Außerhalb dieses schmalen Bandes an befestigtem Zahnfleisch, haben wir bewegliches Zahnfleisch (Mukosa). Dieses benötigen wir, um die Speisen immer wieder zwischen die Zähne zu bewegen. Bewegliches Zahnfleisch ist auf Berührung deutlich empfindlicher und kann leider keine stabile Abdichtungsfunktion rund um den Zahn (oder Implantate) erfüllen.

 

Lokaler Zahnfleischrückgang
Lokaler Zahnfleischrückgang

Im ersten Fall kommt der Zahnfleischrückgang besonders an der Außenseite eines oder mehrerer Zähne vor. Der Zahnzwischenraum zu den Nachbarzähnen ist noch komplett mit Zahnfleisch ausgefüllt und der Zahn lässt sich durch manuelles Wackeln nicht oder nur minimal bewegen. Dieser lokale Rückgang kann auch schon im jungen Lebensalter auftreten.

Zahnfleischrückgang durch Entzündung
Zahnfleischrückgang durch Entzündung

Im zweiten Fall ist eine vorliegende Parodontose der Grund für einen Zahnfleischrückgang. Das Zahnfleisch im Zahnzwischenraum ist meistens reduziert und optisch zeigen sich dadurch dunkle Bereiche zwischen den Zähnen.

Es kann auch bereits zu einer fühlbaren Lockerung der Zähne gekommen sein. Ausführliche Informationen über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Parodontitis finden Sie in der Rubrik Zahnfleischentzündung und Parodontose.

Stellt man irgendwo einen Rückgang von Zahnfleisch fest, sollte man eigentlich einen Fachzahnarzt für Parodontologie aufsuchen. Eventuell kann auch zunächst Ihre Zahnärztin oder Zahnarzt helfen und Auskunft geben.

Bei der Behandlung von Zahnfleischrückgang stehen für uns immer folgende Dinge im Vordergrund:

  • Beseitigung und Vermeidung von Entzündungen des Zahnfleisches (lokal und generell)
  • Beweglichkeit im Bereich der Zahnfleischdichtung reduzieren, sofern schon vorhanden
  • Verdickung des lokalen Gewebes
  • Wiederabdeckung der freiliegenden Wurzeloberfläche mit Zahnfleisch
  • Vermeidung von Narbenzügen
  • Erlernen einer zahnfleisch-schonenden Putztechnik

Aufpassen beim Zähneputzen

Zähneputzen mit spürbarem Druck sollte unbedingt vermieden werden, aber es sollte geklärt werden, ob an der betroffenen Stelle bereits Bakterien vorhanden sind und eine Entzündung vorliegt.

Wenn Sie sich bei uns vorstellen, dokumentieren wir in der Regel den Rückgang des Zahnfleisches mittels Dokumentationsbogen und oder Fotografie, damit es für zukünftige Kontrollen auch einen Vergleich geben kann.

Therapie ja oder nein?

Ob eine Therapie erfolgt oder nicht entscheiden letztlich Sie und die Tatsache, ob ein weiteres Fortschreiten den Erhalt der oder des Zahnes gefährden würde.

In vielen Fällen kann durch eine Therapie ein Fortschreiten des Zahnfleischrückgangs erfolgreich gestoppt oder verlangsamt werden. Die Anwendung von lokalen Cremes, Zahnpasten oder anderen Tinkturen und Salben kann zwar schmerzhafte lokale Reizungen des Zahnfleisches lindern. Aber leider kein neues Zahnfleisch erzeugen.

Tun Sie Ihrem Zahnfleisch den Gefallen: Warten Sie daher nicht zu lange mit einer genauen Diagnostik !

Therapiemöglichkeiten

Technisch gesehen haben auch wir verschiedene Möglichkeiten zur Therapie des Zahnfleischrückgangs:

Sollte eine anfängliche Entzündung vorhanden sein, versuchen wir durch lokale Hygienemaßnahmen möglichst alle bakteriellen Biofilme zu entfernen.

Kann die Situation durch eigene und professionelle Hygienemaßnahmen nicht dauerhaft stabil gehalten werden, dann kommen mikrochirurgische Verfahren zum Einsatz. Hierbei versuchen wir möglichst viele der oben genannten Ziele zu berücksichtigen.

Chirurgischer Eingriff kann sinnvoll sein

In einigen Fällen ist ein lokaler „Versatz“ von Zahnfleisch durch chirurgische Maßnahmen ausreichend, um die freie Zahnwurzel wieder abzudecken. Bei lokal sehr dünnem Ausgangsgewebe ist es sinnvoll, eine Verdickung durchzuführen. Das hierfür verwendete Gewebe kann am Gaumen entnommen und in die gewünschte Region verpflanzt werden.

Hierbei fügt sich das Gewebe weitestgehend narbenfrei und unauffällig in die neue Stelle ein. Glücklich sind wir über die Tatsache, dass das entnommene Gewebe am Gaumen zu 100% wieder regeneriert und somit auch nach ein paar Monaten wiederholt als Spenderregion zur Verfügung stehen kann.

Welches Verfahren für Sie am sinnvollsten ist, klären wir gerne in einem persönlichen Gespräch.

Zahnzwischenräume sowie schwarze Lücken

Ist der Zahnfleischrückgang eine Folge von Knochenabbau durch Parodontitis, dann sind meist große Zahnzwischenräume als sichtbare schwarze Lücken erkennbar. Ohne knöcherne Stütze für das Zahnfleisch, kann nur sehr bedingt ein Zahnfleischaufbau hier weiterhelfen. Sofern die Ursache des Knochenabbaus erfolgreich behandelt wurde, können hier Formveränderungen der Zähne und der Zahnzwischenräume für eine bessere Ästhetik und Phonetik (Lautbildung) sorgen. In einigen Fällen sollte auch eine Stellungskorrektur der Zähne erfolgen (kieferorthopädische Maßnahmen).

Kronen- und Brückenersatz, Verblendschalen und Formkorrekturen

Die optischen Probleme von sichtbaren langen Zahnhälse sind dunkle und große Zwischenräume. Ein Verschließen oder optisches Verdecken kann durch Formkorrekturen der Zähne erfolgen. Dies kann durch Auftragen von Kunststoff erfolgen, oder durch Kronen- und Brückenversorgungen der Zähne. Auch fest verklebte Verblendschalen sind in manchen Fällen eine Lösung.

An den Schneidezähnen kann es durchaus vorkommen, dass bereits mehrere große Zahnzwischenräume sichtbar sind. In diesen Fällen kann „künstliches Zahnfleisch“ zunächst weiterhelfen. Es begünstigt nicht nur eine bessere Optik, sondern verhindert auch ein Zischen beim Sprechen.

Testen Sie jetzt hier online Ihr Risiko eines Zahnfleischrückgangs.

Zahnfleischrückgang eine Volkskrankheit?

Zahnfleischrückgang wird im Laufe des Lebens wohl jeder Mensch mehr oder weniger deutlich feststellen. Leider betrifft es immer mehr Menschen, daher spricht man schnell von einer Volkskrankheit. Sei es ein einzelner Zahn oder gleich an mehreren Zähnen. Ob junger Mensch, oder eventuell erst später im Lebensalter. Zahnfleisch ist die Abdichtung der knöchernen Zahnverankerung. Demzufolge bedeutet ein Zahnfleischschwund immer auch Verlust an zahntragenden Knochen.

Was ist Zahnfleischrückgang?

Von Zahnfleischrückgang sprechen wir, wenn die Wurzeloberfläche eines oder mehrere Ihrer Zähne sichtbar ist.

Beim Rückgang des Zahnfleisches unterscheidet man in der Regel zwei Varianten. Einerseits kann der Rückgang durch eine chronische oder aggressive Entzündung entstanden sein. Andererseits durch eine mechanische Verletzung oder übermäßige Beanspruchung.

Auf einen Blick: Was begünstigt Zahnfleischrückgang?

  • Genetische Vorbelastung
  • Rauchen / Nikotin
  • Ungesunde Ernährung
  • Erhöhte körperliche oder seelische Anspannung (Stress)
  • Stoffwechselkrankheiten

Besonders anfällig sind Sie, wenn Ihr Zahnfleisch sehr dünn ist.

Welche Symptome gibt es?

Bei einer chronischen oder aggressiven Zahnfleischentzündung (Parodontitis) hat diese bei Ihnen tief im Zahnfleisch zu einem Knochenabbau geführt. Optisch gesehen verdeckt die Schwellung am Zahnfleisch lange Zeit den Knochenabbau.
Fehlt jedoch mehr als 30% des Knochens oder wird eine erfolgreiche Beseitigung der Entzündung durchgeführt, erkennt man den Zahnfleischrückgang bereits durch die fehlende Schwellung.

Typische Symptome dieser Erkrankung:

  • Bluten beim Zähneputzen
  • Spuren von Blut beim Ausspucken der Zahncreme
  • gerötetes Zahnfleisch
  • Zahnfleischtaschen bluten
  • Blut bei Verwendung von Zahnseide
  • Blutspuren beim Abbeißen von z.B. Äpfeln oder Birnen

Zahnzwischenräume sowie schwarze Lücken

Da es sich hierbei meist schon um sehr große Knochendefekte handelt, ist der Rückgang Ihres Zahnfleisches auch sehr deutlich. Dieser geht meist um den gesamten Zahn oder die Zähne herum. Besonders auffällig sind die meist großen Zahnzwischenräume sowie sichtbare schwarze Lücken.

Bei vielen Menschen besteht aber auch ein angeborenes Missverhältnis zwischen Größe des Kieferknochens sowie Größe und Anzahl der Zähne. Dies wird in der Jugend schon durch Zahnengstand oder schiefe Zähne sichtbar.

Fester Halt für Zähne

Auch oder vielleicht gerade wenn die Zahnstellung durch Kieferorthopädie korrigiert wurde, fehlt vielen Zähnen auf Teilen der Wurzelfläche eine knöcherne Unterstützung. In diesen besonderen Fällen kann das Zahnfleisch durch zu festes Zähneputzen oder traumatische Verletzungen leicht zerstört werden.

Aufgrund der fehlenden knöchernen Unterlage bleibt ein sichtbarer Defekt zurück. Unbehandelt kann sich dieser Defekt in Zukunft noch weiter vergrößern. Dieser betrifft meist nur die äußeren Bereiche der Zähne und kann heute oft erfolgreich wieder aufgebaut werden.

Therapie & Behandlung: Was kann man gegen Zahnfleischrückgang tun?

Wie behandelt man richtig? Da der Rückgang des Zahnfleisches bei einer Parodontitis meist mehr als nur die äußere sichtbare Fläche der Zähne betrifft, ist ein Wiederaufbau selbst durch chirurgische Verfahren nur schwer zu erzielen. Sind die Größe Ihrer Zahnzwischenräume sehr deutlich, kann Ihnen vielleicht „künstliches Zahnfleisch“ zunächst weiterhelfen.

Überkronungen oder Veneers

Um die optischen Probleme der langen Zahnhälse sowie der dunklen und großen Zwischenräume zu verdecken kommen entweder Zahnumformungen mit Komposit oder prothetische Möglichkeiten wie Überkronungen oder Veneers zur Anwendung.

Verfahren zur Wiederherstellung

Ist Ihr Zahnfleischrückgang nur auf die Außenflächen eines einzelnen oder mehrerer Ihrer Zähne begrenzt, können wir heute sehr erfolgreich mit speziellen mikro-chirurgischen Verfahren Ihr Zahnfleisch wieder herstellen. Hierbei kann Ihr Zahnfleisch oft sogar in seine ursprüngliche Position zurückgesetzt werde, sodass meist Ihre komplette Zahnwurzel wieder bedeckt ist.

Die Dicke nachhaltig verbessern

Da ein sehr dünnes Zahnfleisch meist der Grund für den Rückgang ist, können wir mit zusätzlich eingebrachtem Gewebe auch die Dicke Ihres Zahnfleisches nachhaltig verbessern. Das eingebrachte Gewebe wird am sinnvollsten Ihrem Gaumen entnommen. Somit regeneriert es sich nach wenigen Wochen wieder komplett.

In einigen Fällen können wir die Entnahme am Gaumen auch bereits durch die Verwendung von industriell hergestellten Materialien vermeiden und so dementsprechend vergleichbar gute Ergebnisse für Sie erzielen.

Reduzierung von Empfindlichkeiten

Ziel unserer Verfahren sind, neben den optischen Verbesserungen, besonders die erneute dauerhafte Befestigung Ihres Zahnfleisches auf der vorher exponierten Wurzeloberfläche. Dies führt auch zu einer Reduzierung Ihrer  Zahnhalsempfindlichkeit und somit zur Vermeidung von weiteren Substanzdefekten.

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